PSORIASIS: 5 DINGE, DIE EIN PSORIASIS ARZT WISSEN MUSS

© Pascal Riesinger

Damit du die richtige Vertrauensperson und Psoriasis-Spezialisten für dich findest, habe ich mir Rat bei Universitätsdozent Dr. Paul Sator geholt. Er ist erster Oberarzt an der Dermatologischen Abteilung im Krankenhaus Hietzing und spezialisiert auf Psoriasis und atopische Dermatitis (Neurodermitis). Er hat mir geholfen herauszufinden, worauf es ankommt und wie die richtige Unterstützung gefunden werden kann.

#1 – Wo finde ich den richtigen Psoriasis-Spezialisten für mich?

Wo finde ich Informationen, wenn ich mit der Hautkrankheit Psoriasis das erste Mal konfrontiert bin?

Grundsätzlich sollte jeder Hautarzt Psoriasis erkennen! Es gibt viele Möglichkeiten, sich über die Hautkrankheit zu informieren, wenn du das erste Mal damit konfrontiert wirst. Sollte dein aktueller Hausarzt aber nicht die Expertise haben, die du dir wünscht, gibt es auf mehreren Websites Ärzteverzeichnisse, welche die Spezialisten in Österreich zusammenfassen. Ein Beispiel ist die Website der Selbsthilfe PSO-Austria unter https://www.psoriasis-hilfe.at/aerzte.htm.

Als Erstes wirst du wohl in der Suchmaschine den Namen eingeben, um zu verstehen, was Psoriasis eigentlich ist. Auf den Web-Portalen schuppenflechte.online oder hautinfo.at findest du einen besonders guten Überblick über die Hautkrankheit. Die PSO-Austria hat auch eine geschlossene Facebook-Gruppe, denn der Austausch mit weiteren Betroffenen oder einfach darüber zu lesen gibt dir das gute Gefühl, nicht allein zu sein. Damit du frei von Symptomen werden kannst, muss die richtige Therapieform für dich gefunden werden.

#2 – Was unterscheidet einen Psoriasis-Spezialisten von einem allgemein kundigen Hautarzt?

Was macht einen Psoriasis-Spezialisten aus?

Psoriasis ist ein spezielles Teilgebiet der Hauterkrankungen. In den letzten zwanzig Jahren wurden viele neue Erkenntnisse erforscht und entsprechende Therapiemöglichkeiten gefunden. Ein Spezialist versteht die Krankheit viel besser, weil er sich mit diesem komplexen Thema im Rahmen von Studien beschäftigt. Der Zugang ist ein besserer, weil der Schwerpunkt direkt auf dem Thema liegt.

Besonders schön finde ich auch zu sehen, dass Begleiterscheinungen der Hautkrankheit besseres Gehör gefunden haben. So wird heutzutage für Beschwerden, die als Begleiterscheinung auftreten können, beispielsweise Gelenkbeschwerden, Darmkrankheiten, sowie Erkrankungen, die die Blutgefäße oder das Herz-Kreislaufsystem betreffen, eine ganzheitliche Diagnose gestellt. Früher wurde eher ein eigenes Süppchen pro Spezialist und Abteilung gekocht, heute werden in entsprechenden Zentren ganzheitliche Diagnosen angeboten.

#3 – Welche Möglichkeiten bietet ein Psoriasis-Spezialist einem Patienten mit einer chronischen Hautkrankheit an, um ihn auch psychisch zu unterstützen?

Bis die richtige Diagnose „Psoriasis“ gestellt werden kann, bedarf es oft einer Vorlaufphase. Psoriasis ist eine entzündliche Erkrankung, die durch Stress oder Medikamente ausgelöst werden kann. Psoriasis ist mittlerweile sehr gut zu behandeln, da laufend neue Erkenntnisse und Therapien verfügbar sind und ein Psoriasis-Spezialist darüber als einer der Ersten informiert wird… Je nach Verlauf werden im ersten Stadium lokale Therapien (Salben) verschrieben und auch Anleitungen gegeben, wie man seine Haut richtig pflegen soll. Lokale Therapien reichen bei leichten Symptomen aus. Die Lichttherapie ist der nächste Schritt, gefolgt von Tabletten. Auch Biologika können eingesetzt werden, diese haben eine starke und gute Wirksamkeit und man muss keine Angst vor Nebenwirkungen haben. Generell gibt es viele Register, die zeigen, wie der Verlauf der Medikamentenbehandlungen ausgesehen hat.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Kur in Bad Gleichenberg oder am Toten Meer zu machen. Hier werden nicht nur die äußerlichen Erscheinungen der Hautkrankheit behandelt, sondern es wird auch psychologische Unterstützung angeboten.

© Pascal Riesinger

#4 – Was rät Herr Dr. Sator Patienten, die schon länger mit Psoriasis konfrontiert sind?

Die gute Nachricht ist, dass man diese Hautkrankheit sehr gut behandeln kann, so dass man wirklich erscheinungsfrei werden und bleiben kann, wenn man es richtig macht. Die Medizin entwickelt sich weiter. Man muss frühzeitig behandeln, damit man die Erkrankung auch stoppen kann. In zehn Jahren wird man vielleicht sogar schon so weit sein können, dass es diese Krankheit nicht mehr gibt.

Psychologisch gibt er als Hautarzt die ersten Hilfestellungen. Sollte mehr Zuwendung nötig sein, empfiehlt er geförderte Programme, in denen man von professionellen Psychologen Unterstützung bekommt. Sehr wichtig ist es auch, den Partner und die Familie mit einzubeziehen!

#5 – Woher erhalten Sie ihre Informationen über neue Studien?

Es ist Ziel der Spezialisten, die richtige Behandlungsmethode für dich zu finden! Du musst nicht leiden, es gibt Wege, die Hautkrankheit wieder einzudämmen.
Univ.Doz. Dr. Sator motiviert seine Patienten; sein Team meldet sich aktiv bei bestehenden Patienten, wenn neue Therapiemöglichkeiten erforscht wurden. Es ist wichtig nicht aufzugeben. Für jeden findet sich die richtige Behandlungsmethode! Auch du kannst erscheinungsfrei werden und bleiben, wenn du keine Angst vor neuen Therapiemöglichkeiten hast.

Viele seiner Patienten haben es ihm zu verdanken, dass sie das erste Mal seit vielen Jahren/Jahrzehnten frei von Symptomen sind und ihr Leben seither viel intensiver genießen können.

Gib nicht auf und hole dir Rat! Du kannst auch gerne auf mich zukommen und mir eine PN schreiben. Ich freue mich sehr über Feedback und bedanke mich, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel zu lesen.

— Mit freundlicher Unterstützung von AbbVie —

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