BULLETIN | Die Primark Erkundung

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Eine Woche ist es her, dass der neue Store von Primark, in der SCS aufgemacht hat. Ganze 5000m2 ist er groß. Der Andrang war auch an diesem Montagfrüh sehr stark, dennoch warteten alle ganz brav vor dem halb geöffneten Rollladen.

Pünktlich konnte man den Laden stürmen und sich noch bei einigermaßen gegebener Ruhe orientieren. Ich muss sagen, das ich erst einmal in einer Primark Filiale war und zwar in London in der Oxford Street. Da hatten ich nur ganz kurz Zeit, zwischen den Schauen der Londoner Fashion Week (Woolmark Prize). Gekauft habe ich damals nur ein paar Haar Accessoires. Ich kannte somit die Qualität der Kleidung nicht wirklich.

Ich hatte mir an diesem Montag das Ziel gesteckt, zwei hübsche Outfits für die Feiertage zusammen zu stellen, deren Qualität zu prüfen und mir die Verarbeitung der einzelnen Teile ganz genau anzusehen. Gar nicht so einfach, denn fast in jedem Etikett versteckte sich das böse Polyester und Acryl Prozentzeichen. Sprich, Primark setzt hauptsächlich auf synthetisch hergestellte Materialen, denn diese sind in Masseneinkäufen viel günstiger. Da ist Primark allerdings nicht der Einzige. Ich musste in diesem Winter wirklich lange suchen, um einen Baumwollweste zu finden. Auch wenn der Stricktrend in diesem Winter äußerst verbreitet ist, verarbeiten die großen Marken kaum Materialien wie Wolle oder Baumwolle, sondern greifen gerne auf Synthetik zurück, da es ja angeblich besser zu reinigen ist. Leider ist es aber auch scheußlich zu verarbeiten, lädt sich elektrisch auf wodurch dann die Kleidung am Körper klebt und ist deshalb unangenehm auf der Haut zu tragen.

Wenn man aber wie ich, in jedes Kleidungsstück reinkriecht und das Etikett genau liest, findet man auch die seltene Baumwolle in der Primark Filiale SCS. Als ich mit Parka, Skinny Jeans und ein paar Kleidchen meinen Basket gefüllt hatte, sah ich mir die Umkleiden an. Man kommt sich fast vor wie am Flughafen, beim Check-In Schalter. Deine Kleidungsstücke werden wie üblich gezählt, allerdings wird auf einer Plastikkarte die Anzahl gespeichert. Maximal 8 Stück dürfen mit in die Kabine. Der Basket mit den anderen Stücken wird extra für dich aufbewahrt. Allerdings musst du, wenn du mehr als 8 Stück probieren willst, dich noch einmal an der Schlange anstellen und dann geht das Prozedere wieder von vorn los.

Positiv aufgefallen ist mir, dass die Böden der Umkleiden äußerst sauber waren. Keine doofen Wollmäuse in den Ecken, wie bei so manchen Konkurenten in der Innenstadt. Schon am Eingang sah ich eine emsige Putzfrau, die Kleiderstangen abstaubte. Denn ob etwas wirklich gut gereinigt wurde, sieht man an den Glasplatten und oben auf den Kleiderstangen. Äußerst lustig war auch die Überraschung, dass der Vorhang der Umkleide zu meinem Outfit passte. Ganze 130 Mitarbeiter sollen pro Tag in der Filiale tätig sein, das ist auch nötig damit alles an seinem Platz bleibt. Denn kaum etwas falsch hingelegt, wird man sofort freundlich gefragt ob man das Stück schon wegräumen darf.

Die Schnitte der Kleidung sind sensationell, denn die Skinny Jeans die ich probierte, passte auf anhieb. Ich habe oft Probleme eine passende Jeans zu finden, denn zwischen Taille und Hüftumfang liegen bei mir Welten. *lach* Sprich, im Rückenteil steht der Bund Meilenweit weg oder die Waden sind viel zu eng. Auch die Kleidchen hatten eine gute Passform. Von der Verarbeitung des schräg geschnittenen Pailletten Tops war ich ebenfalls verblüfft. Kaum Schrägzüge und der Ausschnitt war auch sehr fein gearbeitet. Aufpassen muss man jedoch bei der Größenwahl, denn da stehen so viele Nummern auf den Haken, dass man schnell zur falschen Größe greift.

Keine 2,5 Stunden hat es gedauert und ich hatte mich von Kopf bis Fuß neu eingekleidet!

Fazit des Einkaufs:
Primark hat einige gute Basicteile, wie hautfärbige Strumpfhosen in der Großpackung, auch wenn man genau schaut kann man das ein oder andere 100% Baumwollteil ergattern. Primark spricht grundsätzlich die jüngere Generation an, denn mit 16 Jahren war es mir auch einfach nicht wichtig, woraus das Stück produziert ist, geschweige denn wo es her kommt. Für wechselnde Party-Outfits kann man gut auf Primark zurück greifen, denn ins richtige Licht gerückt, ist auch ein billig produziertes Outfit kaum von teuren Varianten zu unterscheiden. Der Hype hinter der Marke ist mir bis jetzt nicht klar, außer vielleicht dass dieses Überangebot der riesigen Filiale die Glücksgefühle des Kaufrausches so steigern, dass man sich vor den ultra günstigen Teilen kaum mehr retten kann, die im Wohnzimmer dann vielleicht gar nicht mehr so toll wirken. Doch wenn man mit Hirn kauft und nur das shoppt was man auch wirklich anziehen wird, ist Primark eine Option.

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Der Shop öffnet pünktlich um 09:30.

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Die Umkleiden sind sauber (keine Wollmäuse) und farblich auf mein Outfit abgestimmt!

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Ganze 2,5 Stunden später, hab ich zwei ganze Outfits zusammengestellt (12:00 Mittag).

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Für den Heiligen Abend und den Stefanitag, je ein Outfit. (Gesamtwert: 140,00 €)

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